LUCIA CADOTSCH TRIO - Speak Low

Samstag, 13.10.2018, 20:00 Uhr
Trafo, Nollendorfer Str. 30, Jena

Foto: M.Jungblut



Einlass 19:00 Uhr
Beginn 20:00 Uhr

Die Band wird durch die Schweizer Kulturstiftung prohelvetia gefördert.

Lucia Cadotsch, Gesang
Otis Sandsjö, Saxofon
Petter Eldh, Bass

Kunst der Beschränkung

Die hat sich aber ganz schön viel vorgenommen. Das mag denken, wer einen Blick auf die Titel von Lucia Cadotschs neuer CD „Speak Low“ (enja/yellowbird/soulfood) wirft.Lucia Cadotsch Große Titel von Billy Holiday (Strange Fruit, Gloomy Sunday), dazu Nina Simone (Ain’t got no, I got life), keine einzige Eigenkomposition. Alles Standards, dazu nur solche von der schwierigeren Sorte, bedeutungsvoll, zeitlos. Ihnen eine eigene Stimme zu geben, wie kann das wohl gelingen, ohne Harmonieinstrument, nur mit Bass und Saxophon als Begleitung? 

„Diese Jazz-Standards sind gewissermaßen meine Roots. Ich wollte immer schon etwas machen mit diesen Songs“, so die 33-jährige Sängerin. Ihre Billie Holiday-Tribute-Band in Oktett-Besetzung gab sie wieder auf, sie war ihr „doch zu nah dran am Original.“ Die rettende Idee: Reduktion. Cadotsch schlug dem Bassisten Petter Eldh, ihrem altvertrauten Bandkollegen aus der Jazz-Pop-Band Schneeweiss und Rosenrot, ein Duo vor. Der willigte ein und hatte dann noch „unter der Dusche“ den genialen Einfall, den schwedischen Saxophonisten Otis Sandsjö ins Spiel zu bringen, seines Zeichens Spezialist für Zirkularatmung und subtilste Klangverfärbungen, die er durch Singen ins Instrument erzeugt.

„Bei den ersten Proben hatten wir ständig Gänsehaut“ schwärmt Cadotsch von der entstandenen Band-Chemie. Und in der Tat: In seiner Verbindung von essentiellen Linien und Beats mit unerwarteten Saxophonsounds, mit seinen schnörkellos-feinen Gesangslinien klingt „Speak Low“ wie eine konzeptionelle Kreuzung aus dem Jimmy Giuffre Trio mit den Young Marble Giants. Kolossal.
Jazzthink
Text :Artur Freimann

„Hinter dieser Musik steht nicht nur ein Sound, den man so noch nicht gehört hat, sondern eine musikalische Haltung, vor deren Klarheit und Kompromisslosigkeit man sich spontan verbeugen möchte. Ich habe lange nichts derart Beeindruckendes mehr gehört.“
Volker Doberstein, JAZZPODIUM, 3/16

http://www.luciacadotsch.com/

 

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